Wie geht es mit der Ruine der Singener Scheffelhalle weiter? Ein neuer Arbeitskreis soll ein entsprechendes Nutzungskonzept für das Areal erarbeiten

„Wir wollen dort sinnvolle Ideen sammeln, wie eine neue Scheffelhalle in der Zukunft intensiver genutzt werden kann“, sagt OB Bernd Häusler. Die Ermittlungen zum möglichen Brandstifter dauern indes an. Und auch das Gutachten der Versicherung lässt noch auf sich warten

ein neuer Beitrag von Matthias Güntert im Südkurier: link

Beitragsbild von: Gerhard Plessing

Hier wurde getanzt, gelacht, gefeiert…

Hier wurde getanzt, gelacht, gefeiert, die Scheffelhalle war unser Magnet, das „Muss“ an jeder Fasnet. Hier sind Freundschaften entstanden, Jugendlieben wurden hier gefunden, Hier stand meine Grossmutter Hulda an der Fasnet in den 80ern in der Bütt…….
Hier habe ich mein Fahrrad angelehnt, wenn ich ins Aachbad ging….
Hier haben wir in der Aach Inseln aus Seegras gebaut und haben uns Richtung Rielasingen treiben lassen, um barfuss auf den spitzen Steinen zurück zu laufen.

Ich habe nur gute Erinnerungen
Michael Oexle, Winterthur

Die Ruine der Scheffelhalle raucht noch, doch es gibt schon mehr als 1500 Unterschriften für einen Wiederaufbau

Kerzen stehen auf dem Boden, Plakate mit letzten Grüßen hängen neben Fasnachtsutensilien am Zaun: Die Betroffenheit und die Bestürzung nach dem verheerenden Feuer in der Scheffelhalle ist in Singen weiter groß. Bilder: Matthias Güntert (2), Alfred Auer|  Bild: Matthias Güntert Quelle: Südkurier

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1,2 Millionen Euro für die Singener Scheffelhalle

Werner Gohl hatte schon die Schürze zum Grillen umgebunden, doch bevor er die Würstchen auf dem vorgeheizten Rost platzierte, ergriff er ganz zum Schluss der Mitgliederversammlung des Fördervereins Freunde der Scheffelhalle das Wort und dankte im Namen aller Anwesenden Peter Adrian Gäng für dessen grandiosen Einsatz in dem knapp einem Jahr, seit dieser den Vorsitz innehat. Der große Zuwachs an Mitgliedern sei in erster Linie seinem unermüdlichem Einsatz zu verdanken, und auch an den großen Fortschritten zum Erhalt der Scheffelhalle sei er wesentlich beteiligt. Darauf gab es von den anderen Freunden der Scheffelhalle großen anerkennenden Applaus.

Halle soll wieder in altem Glanz erstrahlen

Peter Adrian Gäng hatte tatsächlich viel Positives zu berichten, vor allem die finanziellen Zusagen der Stadt Singen in Höhe von 200 000 Euro pro Jahr bis 2025 mit dem langfristigen Ziel, die denkmalgeschützte Scheffelhalle zum 100-jährigen Jubiläum im alten Glanz erstrahlen zu lassen. Es sei gelungen, wie der Vorsitzende berichtete, alle Fraktionen des Stadtrats samt OB Häusler zu überzeugen, und er dankte insbesondere der Poppele-Zunft, die mit dem Förderverein gemeinsam sich für Singens „gute Stube“ so erfolgreich eingesetzt habe. Nach der Fasnacht im nächsten Jahr solle mit den Arbeiten begonnen werden. Das Dach sei am wichtigsten, denn dessen Gewicht habe das Gebälk der Holzkonstruktion nach außen gedrückt.

Statik sei als sicher zu bewerten

Grundsätzlich sei die Statik der Scheffelhalle aber sicher, wie Gäng versicherte. Die Herrentoilette und eine Seitenwand müsse instand gesetzt werden und zudem überlege man, die Zwischendecke zu entfernen, die zu Beginn der 50er Jahre eingezogen worden sei, um die imposante Holzkonstruktion der Halle wieder sichtbar zu machen.

Wahlen standen bei der Mitgliederversammlung nicht an. Susanne Egger, die Kassiererin, verkündete den stolzen Kassenbestand in Höhe von 34 000 Euro. Zum Schluss wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Aus Südkurier.de vom 30.07.2019